Kaninchenzucht - Eppinger Reinhard

Graue Wiener

Tierhaltung und Zucht

Der Kaninchenstall ist eine Gartenanlage und besteht aus einem Innenstall mit 24 Boxen und einem Außenstall mit 18 Boxen. Ich habe in Punkto Haltung schon vieles ausprobiert, mit Stroh- und Rosthaltung, war aber nie ganz zufrieden, deshalb sitzen derzeit meine Tiere auf einer Hobelspäne mit Heu vermischten Einstreu.

Die Fütterung der Jungtiere ist für mich das A und O. Hier gehört ein großes Fachwissen, ein gutes Auge und viel Erfahrung dazu. Nicht alle Tiere haben dieselben Bedürfnisse!

Die Jungtiere bekommen, sobald sie zu Fressen beginnen, eine Mischung aus Petersilien Stängel, Haferflocken, Hafer und Pellets und in weiterer Folge einmal wöchentlich Kümmelwasser.

In den Sommermonaten werden dann Pellets, Heu und frisches Wasser gereicht und je nach Witterung zwei bis dreimal wöchentlich Wiesengras gefüttert.

Ich betreibe Linienzucht, zur Blutauffrischung werden meistens Häsinnen eingesetzt. Jährlich erblicken von Dezember bis Mai um die 150 Jungtiere das Licht der Welt.

Von 2010-2014  züchteten mein älterer Sohn Lukas und ich als Zweitrasse Zwerg Widder grau.

Meine Zuchttiere suche ich vor dem Beginn der Ausstellungen ca. Mitte Oktober aus.

An den anschließend erstellten Zuchtplan wird festgehalten, die späteren Ergebnisse auf den Schauen haben keinen Einfluss mehr.

Natürlich bin ich Happy, wenn hochbewertete Tiere in der Zucht sind, ist aber ein Siegertier nicht dabei und wird verkauft habe ich damit überhaupt kein Problem!!

Zur Zucht werden nur Tiere eingesetzt die aus großen Würfen stammen.

Auf Milchleistung und Nestbau der Mutter wird auch strengstens geachtet.

Ich versuche von jeder Häsin zwei Würfe zu bekommen, aber nur in seltenen

Fällen mit demselben Rammler um mehrere Optionen fürs nächste Zuchtjahr zu haben.

Nur die vier besten Muttertiere, unabhängig von der Bewertung, werden fürs nächste  Zuchtjahr behalten, wegweisend ist natürlich auch die Qualität der bereits vorhandenen  Jungtiere.

Gezüchtet wird mit zwei Alt und zwei Jungrammlern und ca. fünfzehn Häsinnen.

 

Eine kurze Beschreibung wie für mich ein Grauer Wiener aussehen muss und worauf ich Achte ! Jänner 2016

Form: Wichtig für mich ist ein super Stand, kurze kräftige Vorderläufe ohne Binden.

Ein Prima Typ verbunden mit einer guten Kopfbildung spricht jeden Preisrichter an.

Der Körper leicht gestreckt mit einer breiten Schulterpartie, Becken perfekt gerundet und die Blume nicht zu kurz.

Häsinnen  möglichst Wammen frei.

 

Gewicht: Meine Zuchttiere sollten bei einen Gewicht von über 5.00kg liegen bis hin zur Grenze von 5,25kg.

Erstens sehen solche Tiere optisch schon gut aus und zweitens bei der Linienzucht so wie ich das betreibe wird die nächste Generation schon wieder kleiner.

Fell: Das Fell sollte fertig sein und einen sehr guten Lauf aufweisen, Dicht sein und mit einer leicht überstehenden Granne versehen sein.

In der Praxis aber nicht leicht umsetzbar denn die Dichte ist schnell übertrieben

 und dann beginnen die Probleme, es wird nur noch für ganz kurze Zeit fertig oder gar nicht mehr und diese Felle laufen auch nicht mehr (Schuppen keine Struktur mehr).

Fehlt es aber an Dichte  leidet die Zwischenfarbe und die Unterfarbe darunter

das Mittelmaß ist gefragt.

Derzeit die größte Herausforderung für mich.

Kopf & Ohr: Der Kopf sollte dem Wienertyp voll entsprechen,

breite Stirne breite Backen und einen schönen Rams.

Markante Köpfe machen ein Wiener Kaninchen erst richtig schön die Häsinnen sollten den Rammlern nicht viel Nachstehen.

Die Ohrenhaltung bei großen Köpfen darf man nicht außer Acht lassen.

Fleischige und Offen getragene Ohren mit einer Länge um 12cm.finde ich als ideal.

Deckfarbe: Ich bevorzuge eine etwas rötliche Deckfarbe die gleichmäßig bis zum Bauch reichen sollte.

Die Bauchdeckfarbe wollen die Preisrichter Heutzutage in weiß sehen, über Jahrzehnte wurden die Hochbewerteten Tiere nicht bestraft wie soll das von heute auf Morgen heraus gezüchtet werden ohne das die Top Tiere dabei verloren gehen!!

Auf den Ausstellungen ist das bereits erkennbar verwaschene gräuliche Deckfarben haben meistens eine rein weiße Bauchdeckfarbe aber ist das das Zuchtziel- FÜR MICH NICHT!!!

Zwischen & Unterfarbe: Die Zwischen Farbe muss bei mir Orange Leuchten einen guten halben cm. breit sein und eine scharfe Abgrenzung aufweisen.

Ich will keine schmale oder graue Zwischenfarben  in meiner Zucht.

Die Unterfarbe dunkelblau bis zum Haaransatz auch am Bauch von den Hinterläufen bis zu den Vorderläufen sollte die Unterfarbe Dunkelblau sein.

Gesundheit &Pflege: Voraussetzung für jeden Züchter!!

Gesamtpunkte: Wenn das Tier so aussieht wie oben beschrieben dann sollte hier eine 98,5 stehen.